Gegenwärtiger Moment: Freiheit im Hier und Jetzt
- Lene Tabatabaei
- 18. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Wir können nur den gegenwärtigen Moment erleben. Die Vergangenheit existiert in unseren Erinnerungen, die Zukunft nur als Projektion in unseren Gedanken.
Unser Geist hängt trotzdem oft in Endlosschleifen fest: wir grübeln über Fehler, sorgen uns um morgen oder vergleichen uns mit einem Ideal. Diese Gedanken erzeugen Gefühle, die uns belasten – Angst, Unzufriedenheit, Bedauern.
Impulse:
Beobachte für 1 Minute, welche Gedanken gerade in deinem Kopf kreisen, ohne sie zu bewerten.
Schreibe auf, welche Gedanken dich heute besonders beschäftigen.
Yoga: Körper und Atem zurück in den gegenwärtigen Moment holen
Die Yoga-Philosophie lehrt, dass Leiden entsteht, wenn wir an Vergangenem oder Zukünftigem haften. Atemübungen, Bewegung und Meditation bringen uns zurück ins Hier und Jetzt. Wenn du den Atem bewusst spürst, merkst du, dass alles, was du brauchst, bereits da ist. Dein Körper, dein Atem, dein Sein – vollständig im Moment.
Impulse:
• Atme 5 tiefe Atemzüge bewusst ein und aus.
• Spüre beim Ausatmen, wie Spannung den Körper verlässt.
• Lege deine Hände auf den Bauch und beobachte die Bewegung beim Atmen.
ACT: Abstand gewinnen von Gedanken
Die Akzeptanz- und Commitment-Methode (ACT) hilft, Gedanken nicht als Fakten zu sehen. Wir müssen sie nicht kontrollieren, um Frieden zu finden. Gedanken sind Worte und Bilder im Kopf. Gefühle entstehen oft aus ihnen, nicht aus der Realität. ACT lehrt:
• Nimm Gedanken wahr, aber identifiziere dich nicht mit ihnen (Defusion).
• Akzeptiere Gefühle, auch wenn sie unangenehm sind.
• Handle bewusst, im Einklang mit deinen Werten, statt von Gedanken gesteuert zu werden.
Impulse:
Beobachte einen unangenehmen Gedanken und sage innerlich: „Ah, das ist ein Gedanke, nicht die Realität.“
Notiere einen Wert oder ein Ziel für heute und frage dich: „Welche Handlung bringt mich diesem Wert näher?“
Die Freiheit im gegenwärtigen Moment
Freiheit entsteht, wenn wir das Drängen nach Kontrolle, Optimierung und Selbstkritik loslassen. Es bedeutet nicht, dass alles perfekt ist, sondern dass wir erleben, was ist. Das einfache Sein, den Atem, die Sinne – alles ist bereits genug.
Es ist normal, wieder ins Gedankenkarussell zu geraten. Genau das macht uns menschlich. Aber wir können dieses Muster erkennen und bewusst entscheiden, wie wir darauf reagieren.
Impulse:
Halte heute einen Moment inne und nimm bewusst 3 Dinge wahr, die du sehen, hören oder fühlen kannst.
Akzeptiere, dass Gedanken kommen und gehen, ohne dass du ihnen folgen musst.
Mein Reminder für dich heute:
Der gegenwärtige Moment macht dich frei. Er ist der Ort, an dem du wirklich leben kannst.
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